Drei Stationen, die Du auf Deinem Weg zum Glück unbedingt durchlaufen solltest!

RANUNKEL

Es ist mal wieder Zeit für mein ‚Sonntags-Resumee‘ zum Thema Glück. 

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich bin im Grunde absolut zufrieden mit meinem Leben.

Natürlich gibt es immer Dinge, die nach meinem Dafürhalten noch nicht ganz perfekt sind, es gibt nach wie vor unerfüllte Träume und natürlich auch immer mal wieder den einen oder anderen Punkt, über den ich mich so richtig ärgern kann.

Aber das gehört meines Erachtens zum Leben dazu und tut meiner Zufriedenheit eigentlich keinen Abbruch.

Dennoch gibt es Zeiten, in denen ich nicht so richtig glücklich sein kann.

Ich habe mich lange gefragt, woran das liegt. Bin ich so undankbar? Strebe ich nach mehr?

Nein, das glaube ich nicht. Ich bin zutiefst dankbar für mein Leben und mir darüber auch sehr bewusst.

Nach mehr strebe ich auch nicht. Ich bin im Grunde relativ bescheiden und auch vernünftig genug, das, was ich habe wahrzunehmen und zu schätzen.

Das kann es also nicht sein. Aber was ist es dann?

Ich glaube, ich bin der Sache auf die Schliche gekommen!

Ich bin zu unruhig, oftmals zu sehr getrieben. Ich liebe meinen Job und gebe dort alles, in meinem Privatleben gebe ich 100 % und in meinem Kopf schwirren andauernd abertausend Ideen und Gedanken, die ich alle – möglichst gleich – umsetzen möchte!

Außerdem ist das Leben so verlockend. Es gibt so unendlich viel Schönes, was ich gerne mitmachen möchte.

All dies führt dazu, dass ich einfach nicht so recht zur Ruhe komme und mich immer unter Zeitdruck und gehetzt fühle.

Und genau das ist der springende Punkt!

Der Weg zum inneren Glück – und nur das ist das wahre Glück – führt unausweichlich über 3 Wege: 

1.    Zeit für sich selbst

2.    Ruhe

3.    Stille 

Das klingt auf Anhieb ziemlich einfach und leicht umsetzbar. Aber versucht es mal…es ist überhaupt nicht einfach.

Fangen wir doch mal bei Punkt 1 an, der Zeit:

Ich bin davon überzeugt, dass jeder von uns schon häufig die Erfahrung gemacht hat, dass es unglaublich schwierig sein kann, ein Zeitfenster nur für sich freizuschaufeln.

Wie bereits beschrieben, sind unsere Zeitrahmen oft viel zu eng getaktet.

Wo soll ich da noch Zeit für mich finden? Zugegeben: einfach ist es nicht. Es erfordert Konsequenz und Disziplin.

Ein Weg wäre zum Beispiel, morgens 30 – 60 Minuten früher als gewohnt aufzustehen. Ich bin dabei, mich diesbezüglich umzustellen. Ganz ehrlich? – Es klappt noch nicht immer. Manchmal bin ich noch so müde, dass ich mich doch noch einmal umdrehe und den Wecker auf später stelle.

Aber ich schaffe es immer öfter und werde dafür reich belohnt!

Ich beginne den Tag ganz ohne Hektik. Je nach Laune kommt dieser Zeitgewinn zum Beispiel einem ausgiebigen Frühstück, oder ein paar Kapiteln in dem Buch, das ich gerade lese zu Gute.

Auf jeden Fall beginne ich den Tag mit einer gehörigen Mehrportion an Energie und ich bin von vorneherein zufriedener und auf dem Weg zum Glück schon einen ganz wichtigen Schritt voran gekommen.

Und somit kommen wir auch gleich zu Punkt 2, der Ruhe:

Gerade in diesen Morgenstunden genieße ich die Ruhe ganz besonders. Ich bemühe mich auch ganz bewusst, meine Gedanken nicht so wild kreisen zu lassen. Ich versuche mich voll und ganz auf das zu konzentrieren, was ich gerade mache. So kann ich die Ruhe der Nacht noch etwas verlängern und ich merke jedes Mal, wie ich auch innerlich ruhiger werde.

Diese Ruhemomente versuche ich auch immer mal wieder während des Tages einzubauen. Zum Beispiel, indem ich während meiner Pause einige Minuten vor die Tür gehe und eine kleine Runde drehe. Ganz alleine für mich – ganz in Ruhe.

Ich bin dadurch viel entspannter und letztendlich auch leistungsfähiger, sprich effizienter in meiner Arbeit.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist neben der Ruhe Punkt 3, die Stille:

Wenn man mal ganz genau darüber nachdenkt, ist man fast beständig irgendwelchen Geräuschen ausgesetzt. Immer und überall läuft im Hintergrund Musik, man ist umgeben von Menschen, Autos, Maschinen, was auch immer.

Überlegt mal – wann erlebt Ihr völlige Stille?

Dabei ist gelegentliche Stille so wichtig. Manche Menschen fürchten aufgrund der Reizüberflutung sogar die Stille. Sie ist ihnen unheimlich, weil sie so ungewohnt ist.

Aber gerade die Stille führt – natürlich in Kombination mit Zeit und Ruhe (hier schließt sich der Kreis) – zum Aufladen des inneren Akkus. Einfach mal ganz in Ruhe nichts tun. Einfach nur die Stille genießen und auf sich wirken lassen.

Wir Ihr wisst, leide ich unter sehr starkem Tinnitus. Was heißt, dass es für mich keine Stille mehr gibt und auch wohl nie wieder geben wird.

Diese Tatsache hat mich anfangs regelrecht in den Wahnsinn, in die Verzweiflung getrieben. Aber das ist eine andere und lange Geschichte. Letztendlich ist es mir gelungen, das, was mir als ‚Stille‘ bleibt als solche zu akzeptieren und darin meine Ruhe und meinen Frieden zu finden.

Es ist natürlich ein Lernprozess sein Bewusstsein und seinen Lebensrhythmus so umzustellen, bis man diese 3 Wege zum inneren Glück regelmäßig durchlaufen kann.

Es ist zugegebenermassen nicht leicht – sei es auch nur für eine halbe Stunde pro Tag – sich dem täglichen ‚Wahnsinn‘ (positiv gemeint, versteht sich natürlich!) zu entziehen, das weiß ich.

Nach meiner Erfahrung lohnt sich die Mühe! Wie gesagt, übe ich mich schon eine Weile darin mit stetig steigendem Erfolg.

An den Tagen, an denen es mir gelingt, fühle ich mich so viel besser, so zufriedener und wirklich – ja auch glücklich.

Nachdem wir heute Morgen schon lieben Frühstücksbesuch hatten und ich jetzt in friedlicher Ruhe und Stille diesen Post schreibe, gönne ich mir gleich meinen Spaziergang über den ‚3 – Punkte Glückspfad‘, bevor ich mich dann einem hoffentlich schönem Sonntag widmen werde.

Ich wünsche Euch einen erfolgreichen Weg und verzagt nicht, wenn es nicht auf Anhieb klappt.

Auch hier gilt: ‚Übung macht den Meister‘.

Ich wünsche Euch einen glücklichen Sonntag.

Eure

Hannah

 

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Die 5 ersten Schritte zum Glücklichsein

Happy pic

‚Immer wieder sonntags…..‘ – und da bin ich wieder!  

In der letzten Woche habe ich viel zum Thema Glück gelesen und noch mehr darüber nachgedacht.

Fest steht, dass Glück für jeden Menschen etwas anderes bedeutet. Jeder empfindet sein Glück auch anders.

Der emotionale Typ zum Beispiel lebt sein Glücksgefühl deutlich und für andere merkbar aus. Er teilt sich mit und steckt wohlmöglich den einen oder anderen mit seinem Glücksgefühl an.

Der Insichgekehrte genießt dieses Gefühl still für sich und wahrscheinlich kaum merkbar für sein Umfeld.

Jeder Mensch ist anders. Somit gibt es auch kein allgemeines Rezept zum Glück. Dennoch gibt es einige Grundvoraussetzungen zum Glücklichsein, die für die meisten von uns gelten.

In meinem heutigen Post möchte ich auf die 5 ersten wichtigen Schritte, die uns zum Glück führen, etwas näher eingehen.

 1.    Wir bestimmen selber, ob wir glücklich sind oder nicht.

Niemand kann uns diese Entscheidung abnehmen. Es nützt nichts, wenn uns jemand sagt, dass wir allen Grund hätten, glücklich zu sein, solange wir es nicht selber auch so sehen. Wir müssen uns ganz bewusst dazu entscheiden, das Glück, das uns umgibt, zu erkennen und anzunehmen.

Dies setzt allerdings voraus, dass wir auch dazu bereit sind, indem wir unsere negativen Gedanken, unsere Unzufriedenheiten usw. ablegen und versuchen, das Schöne und Gute um uns herum wahrzunehmen und uns dies auch bewusst zu machen.

 2.    Das Glück liegt oft in den kleinen Dingen. Wir müssen es nur erkennen.

Um Glück annehmen zu können, müssen wir es natürlich als solches erkennen. Nur zu häufig suchen wir es in den großen, unerreichbaren Dingen. Damit sind wir schon zum Unglücklichsein verurteilt.

Glück kann so vieles sein. Zum Beispiel, dass wir gerade in der Gegenwart eines oder mehrerer lieben Menschen sind, oder dass wir uns in einem schönen Umfeld befinden; dass wir uns etwas Gutes zum Essen leisten können; dass wir uns eine kleine Pause von der Arbeit gönnen können.

Es gibt so unzählig viele Beispiele, ich kann gar nicht aufhören sie aufzuzählen. Da wäre zum Beispiel noch das Vogelgezwitscher draußen; die Sonne, die in meine Zimmer scheint; das nette Lächeln der Kassiererin im Supermarkt; was auch immer.

Schaut Euch doch jetzt im Moment einmal um und überlegt, was Euch gerade glücklich macht.

 3.    Das Glück liegt in uns.

Keine Äußerlichkeiten oder äußeren Umstände der Welt können uns glücklich machen, solange wir es nicht in uns selbst sind!

Wir können in unserer ‚Villa Kunterbunt‘ sitzen und dennoch unglücklich sein. Unser Traumpartner kann an unserer Seite stehen. Wenn wir nicht ganz tief in uns glücklich sind, kann er es uns auch nicht machen.

Sicherlich erleichtert es unser Leben, wenn wir keine finanziellen Sorgen haben. Aber glücklich macht uns das noch lange nicht.

Alle aufgezählten Punkte helfen beim Glücklich-Werden, aber sie machen uns nicht glücklich.

Wir müssen unsere Gedanken ganz bewusst in unser Innerstes lenken und auf dem Weg dahin so manchen angestaubten negativen Gedanken beiseite räumen. Erst dann können wir tief in uns das Glück finden. 

4.    Träume groß!

Warum sollten wir uns in unseren Träumen beschränken? Sie sind doch dazu da, uns unsere Wünsche, Hoffnungen und Ziele aufzuzeigen, so wie wir sie im optimalsten Fall erfüllt sehen möchten.

Traut Euch! Malt Euch Eure Träume groß und bunt aus. Erliegt gelegentlich Euren Träumereien und wacht daraus gestärkt mit einer gehörigen Portion positiver Energie auf. 

5.    Zelebriere Deine Gewohnheiten

Womit könnt Ihr Euch guttun?

Ich für meinen Teil habe so manche Gewohnheit, die ich, wann immer es geht, so richtig zelebriere.

So liebe ich es zum Beispiel, mich abends in aller Ruhe bettfertig zu machen. Wenn meine Zeit es zulässt – und das tut sie erstaunlich oft – genieße ich meine Gesichtspflege Abend für Abend. Das ist für mich der Moment, in dem ich das Tempo des Tages herausnehme.

Genauso geht es mir morgens. Jeden Morgen laufe ich mit meinem Kaffeebecher (seit einer ganzen Weile nur noch entkoffeinierter Kaffee!) durch Haus und Garten (natürlich nur, wenn es das Wetter zulässt) und begrüße so ganz für mich und in Ruhe den Tag. Ich bin dann immer ganz tief entspannt und – ja – glücklich!

Welche Gewohnheiten habt Ihr, die Ihr zelebrieren könnt? Falls Euch auf Anhieb keine einfallen, dann denkt darüber nach. Ich bin mir ganz sicher, dass es da eine ganze Menge gibt, man sich dessen nur nicht bewusst ist.

Fühlt in Euch hinein wie es Euch geht, wenn Ihr sie zelebriert habt. Spürt Ihr das Glück?

 Ich für meinen Teil bin zum Beispiel im Moment gerade wirklich glücklich darüber, dass ich hier sitzen kann und die Zeit und Ruhe dazu habe, meinen Post für Euch zu schreiben.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag und einen glücklichen Start in die neue Woche. 

Eure Hannah

3 wissenschaftlich erforschte Faktoren, die uns glücklich machen

 

Der Psychiater Robert Waldinger hat an der berühmten amerikanischen Universität Harvard eine Langzeitstudie zum Thema ‚Glück‘ betrieben.

Seit mehr als 75 Jahren erforscht er an 700 Männern anhand von regelmäßig auszufüllenden Fragebögen, wie auch Gesundheitschecks unter anderem was uns Menschen wirklich glücklich macht.

Für Robert Waldinger und seine Kollegen kristallisierten sich drei maßgebliche Faktoren heraus, die dafür verantwortlich sind, ob wir glücklich oder unglücklich sind.

Der erste Faktor lautet:

Enge Beziehungen machen glücklich

Hierbei spielt es keine Rolle, um welche Art von Beziehung es sich handelt. Es können gute Beziehungen zum Partner, zu Freunden, zu der Familie oder welche Art von Beziehung auch immer sein. Hauptsache man ist eingebettet, fühlt sich einem oder mehreren Menschen nahe. Die Studie sagt aus, dass Menschen mit glücklichen Beziehungen sogar gesünder sind und länger leben!

Das sind doch mal wieder gute Argumente dafür, uns bewusst zu machen, wie wichtig Beziehungspflege ist, oder?

        Wann haben wir unseren Liebsten das letzte Mal etwas Nettes gesagt?

        Wie lange ist die letzte liebevolle Geste her? Eine schöne Geste könnte eine kurze Berührung, ein liebes Wort, ein kleiner Gruß auf einem Zettelchen, ein kleines Mitbringsel oder welche Art der Aufmerksamkeit auch immer sein. – Oder aber, wie in meinem Blog am letzten Sonntag beschrieben, ein spontan organisiertes Treffen. 

Der zweite Faktor sagt aus, dass

Nicht die Quantität, sondern die Qualität von Beziehungen entscheidend ist

Dies besagt, dass es zum Glücklichsein nicht ausreicht, möglichst viele Beziehungen, welcher Art auch immer zu haben. Entscheidend ist, wie man sich in dieser Beziehung fühlt.

In einer Ehe zum Beispiel befindet man sich in einer Beziehung. Ist diese Ehe aber unglücklich, kann man selbst natürlich auch nicht glücklich sein. Hat man ein schlechtes Verhältnis zu seiner Familie und pflegt den Kontakt unter Umständen nur aus Pflichtbewusstsein, ist solch eine Situation wohl auch eher kontraproduktiv.

Offensichtlich kann man die Punkte 1 und 2 nicht voneinander trennen. Die Anzahl der Menschen, zu denen wir in engem Kontakt stehen reicht bei weitem nicht. Wir müssen ständig an unseren Beziehungen arbeiten, unseren Teil zum Gelingen beitragen. Das Glück kommt also nicht automatisch. Es sind immer ‚Arbeit‘ und ‚Aufwand‘ damit verbunden.

Bei den Aussichten auf Erfolg lohnt sich diese Art von Aufwand doch allemal, denke ich!

Ich finde es übrigens sehr interessant, dass man auch erforscht hat, dass es Menschen bis ca. 30 Jahren anscheinend wichtiger ist, möglichst viele Beziehungen zu haben, als deren Qualität.

Last but not least kam man in der Studie zu der Erkenntnis, dass

Eine stabile Ehe glücklich und gesund macht

So schnitten ältere, glücklich verheiratete Teilnehmer, die weder geschieden waren, noch schlimme Trennungen erlebt hatten bei Gedächtnistest wesentlich besser ab, als andere.

Eine weitere Studie aus 2013 belegte ebenfalls, dass glückliche Ehen gemeinsam mit anderen Faktoren das Risiko an Demenz zu erkranken deutlich senkt!

Das Fazit heißt also:

Gute Beziehungen machen uns glücklich und gesund!

Worauf warten wir also noch?

Ich werde jetzt als nächstes zum Telefon greifen, um den einen oder anderen lieben Menschen, bei dem ich mich schon viel zu lange nicht mehr gemeldet habe, anzurufen. Ganz sicher verschicke ich nachher auch noch so manche Mail bzw. SMS. 

Ich wünsche Euch viel Freude und Glück bei Eurer Art der Beziehungspflege heute!

Eure Hanna

Warum es so wichtig ist, gelegentlich mal spontan zu sein

IMG_8236 - Kopie.JPGUnd schwups ist schon wieder Sonntag. Wie letzte Woche auch sitze ich wieder mit meinem Lieblingskaffeebecher (die Kuscheldecke fehlt, denn es ist heute herrlich warm und sonnig) vor meinem Laptop und widme mich meinem Lieblingsthema ‚Glück‘.

Gestern Abend waren mein Liebster und ich zu einer sehr schönen Geburtstagsfeier meiner Freundin Betty eingeladen. Sie hatte 100 Gäste in einen ganz süßen Landgasthof eingeladen und es an nichts fehlen lassen! Die Blumendeko war so wunderschön farbenfroh (schade, ich hätte für Euch ein Photo machen sollen. Habe ich leider vergessen!!), die Holztische waren passend zu den Gardinen mit rot-weiß karierten Tischdecken versehen und überall liefen freundliche Menschen herum, die immer dafür sorgten, dass unsere Gläser nie leer waren.

Ich hatte mich schon die ganze Woche darauf gefreut, meine Freunde endlich wieder zu sehen und einen lockeren gemeinsamen Abend mit ihnen zu verbringen.

Also durchstöberte ich mit großer Motivation meinen Kleiderschrank nach dem passenden Outfit. Das hat so richtig Spaß gemacht und ich war sogar mit dem Resultat ziemlich zufrieden. – Und das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit bei mir.

Alleine das ist an sich schon ein Grund, heute zu schreiben!! Wer kennt das nicht? Der Kleiderschrank ist bis zum Bersten voll, aber man hat rein gar nichts anzuziehen? Egal wofür man sich dann letztendlich entscheidet, so richtig wohl fühlt man sich darin dann nicht.

Unser Schlafzimmer sieht an solchen Tagen immer aus wie ein Schlachtfeld, weil ich gefühlt den ganzen Schrankinhalt auf dem Bett verteile.

So nicht gestern. Es lief alles rund und ohne größere Komplikationen ab. Ein schlichtes, relativ kurzes schwarzes Kleid mit dezentem lila – goldfarbenen Muster und dazu ultra spitze LILA Pumps. Ich liebe spitze Schuhe! Ich fühlte mich also super wohl.

Anscheinend hat es auch gut ausgesehen, denn vielen meiner Freundinnen hat es gut gefallen.

Das habe ich im Laufe der Jahre gelernt: Du kannst davon ausgehen, dass es ehrlich gemeint ist, wenn Dir als Frau andere Frauen Komplimente machen!

Da ich seit einigen Jahren unter sehr starkem Tinnitus leide, war ich allerdings auch etwas nervös. Solche Veranstaltungen bedeuten für mich grundsätzlich starken Stress! Die vielen verschiedenen Stimmen, die Nebengeräusche und ganz besonders die Musik des DJs würden mir sehr zusetzen. Aber es ist zum Glück nicht mehr so wie früher, als ich mich dem allen komplett entzogen habe! Inzwischen kann ich besser damit umgehen, wenngleich ich bereits im Voraus weiß, dass das Ganze nicht spurlos an mir vorüber gehen wird. Daher stand für meinen Mann und mich fest, dass wir nicht so sehr lange bei dem Fest bleiben konnten. Aber lieber kurz, als gar nicht. Ich gebe den Kampf um meine Lebensqualität nicht auf!

Ich kann Euch nicht beschreiben, wie schön es war, als wir alle so langsam eintrudelten und uns begrüßten! Leider sehen wir uns viel zu selten. Einige von uns wohnen nicht mehr im selben Ort, andere sind stark durch ihre Kinder und/oder Job eingebunden.

Die meisten von uns haben inzwischen größere Kinder. Das heißt, dass wir uns nicht mehr wie früher regelmäßig an Kindergarten oder Schule treffen, dass wir unsere Kinder nicht mehr zu deren Verabredungen fahren und immer mal wieder auf eine Tasse Kaffee und einem gemütlichen ‚Klönschnack‘ hängen bleiben. Unsere Lebensrhythmen haben sich verschoben.

Uns ist im Laufe des Abends klargeworden, dass es doch eigentlich ziemlich traurig ist, dass man erst einen Anlass braucht, um sich wiederzusehen. Wo ist unsere Spontanität geblieben? Warum trommeln wir uns nicht einfach mal so, ganz unkompliziert zusammen?

Man muss doch nicht immer so ein großes Aufhebens darum machen und groß auffahren. Reichen nicht eine Tasse Kaffee oder am liebsten ein Gläschen Sekt aus, um ein paar gemütliche Stunden miteinander zu verbringen?

Oft haben wir andere Pläne, denen wir bei einer spontanen Einladung Vorrang gewähren. Aber eigentlich ist es häufig eine Frage der Prioritäten. Natürlich gibt es immer Termine und Pflichten zu erfüllen. Ich möchte auch nicht wie die ‚Kaffeeklatsch-Tante‘ rüberkommen. Davon bin ich weit entfernt.

Was ich sagen möchte ist, dass es sich auf jeden Fall lohnt, von Fall zu Fall zu überlegen, ob man seinen geplanten Tageablauf nicht doch mal zugunsten eines spontanen Freundinnen-Treffs umplanen sollte.

Selbst wenn damit eine etwas längere Fahrt verbunden ist, kann man den Weg vielleicht nutzen, gleichzeitig andere Dinge zu erledigen. Ist es im Übrigen nicht so, dass wir oft für wesentlich unwichtigere Anlässe längere Wege in Kauf nehmen?

Mir geht es oft so, dass ich im Anschluss an ein solches Treffen regelrecht beflügelt bin und danach viel mehr geregelt bekomme. Letztendlich ist dadurch für mich meistens gar kein Zeitverlust entstanden.

Außerdem bekomme ich dort auch immer so viele Anregungen, so dass ich alleine dadurch oftmals Zeit und Wege sparen kann.

Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr auch das Gefühl, manchmal nicht mehr spontan genug zu sein? Dann gebt Euch einen kleinen Ruck und würzt Euren Tag mit einem  kleinen Spritzer Spontanität! 

Ganz viel Freude dabei wünscht Euch

Eure Hannah 

 P.S.:

Leider habe ich es gestern nicht mehr geschafft, meinen Beitrag zu posten. Freunde hatten angerufen und gefragt, ob wir nicht Lust auf einen Spaziergang an diesem herrlichen Herbstnachmittag hätten. – Hatten wir!!!

Und weil’s so schön war, sind wir abends noch gemeinsam lecker Essen gegangen. Wir waren in einem sehr schönen thailändischen Restaurant, das uns nicht nur wegen des super guten Essens, sondern vor allem wegen der geselligen Runde noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Noch heute sind wir ganz erfüllt von zwei sehr unterschiedlichen, doch gleichermaßen schönen Begegnungen mit unseren Freunden.

So konnten wir vorhin ganz fröhlich und beschwingt in die neue Woche starten!

 

 

 

 

Sommer ade. Scheiden tut weh.

SommerWinterklamotten

All das will noch sortiert werden!

So langsam sind mir dann doch alle Ausreden ausgegangen! Egal wie sehr ich mich anstrengte, mir fiel wirklich nichts mehr ein, was mich ernsthaft davon abhalten konnte, nun endlich meinen Kleiderschrank von rechts auf links zu drehen.

Frei nach dem Motto ‚Sommer ade, scheiden tut weh‘.

Der Herbst hat sich doch schon recht ordentlich eingenistet und die Tage werden merklich kühler. Die Aussichten, noch einmal im leichten Sommerkleidchen oder T-Shirt und Baumwollrock mit Flip-Flops umherzulaufen gehen gleich null.

So war es nun wirklich an der Zeit, meine Sommerklamotten in den Winterschlaf zu schicken.

Alleine schon aus Platzgründen bin ich dazu gezwungen, meinen Kleiderschrank je nach Saison umzurüsten.

Die ausrangierten Sachen lagere ich in praktischen Vakuum – Aufbewahrungssystemen. Das sind Klarsichtschutzhüllen in verschiedenen Größen, aus denen man nach dem Befüllen per Staubsauger die Luft absaugt und somit ein Vakuum erzeugt. Die Kleidungsstücke werden stark komprimiert ohne zu knittern und die vorher noch voluminöse Hülle zieht sich wunderbar zusammen und benötigt nur noch sehr wenig Stauraum. Diese Hüllen bekommt man schon für relativ kleines Geld im Fachhandel oder aber natürlich auch im Internet.

Einerseits fällt es mir jedes Jahr relativ schwer, meine geliebten farbenfrohen Sommersachen wegzuräumen. Der Sommer ist mir jedes Jahr vieeel zu kurz! Ich habe immer wieder das Gefühl, meine Klamotten gar nicht oft genug getragen zu haben.

Sehr wahrscheinlich stimmt das auch. Aber das liegt sicherlich nicht nur daran, dass wir nicht genügend warme Sonnentage hatten, sondern, dass ich viel zu viele Sachen habe.

Also lautete auch dieses Jahr wieder mein Motto ‚Ausmisten‘!

Grrrrr – auch das ist so gar nichts für mich. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, jedes Teil noch unbedingt behalten zu müssen. Es wird sicher bald wieder eine Gelegenheit geben, wo ich es ganz dringend brauchen werde.

Ich habe mir dieses Mal vorgenommen, sehr streng mit mir zu sein und mir nichts mehr durchgehen zu lassen: Was ich mindestens zwei Sommer lang nicht getragen habe, kommt weg!

Ihr glaubt nicht, wie schwer mir das fiel! Ich habe tausend Gründe gefunden, warum das eine oder andere Teil doch wieder zurück in den Kleiderschrank durfte, obwohl es nach meiner selbst aufgestellten Regel schon mindestens seit letztem Jahr aussortiert gehörte.

Aber habt Ihr nicht auch Lieblingsteile, die voller Erinnerungen sind? ‚Dieses Kleid hatte ich in dem tollen Urlaub an, als…. ‚.‘ Dieses T-Shirt hat mir XY geschenkt‘. ‚Dieser Rock hat mir immer Glück gebracht‘. ‘Dieses Teil ist mir jetzt zwar gerade etwas zu eng (und das schon seit mehreren Jahren), aber ich bin mir ganz sicher, dass ich nächstes Jahr wieder hineinpassen werde‘.

Ja ne…. ist klar!

Von dem einen oder anderen Teil habe ich mich aber doch heldenhaft getrennt!

Aussortierte Sommersachen

Nicht viel, aber immerhin etwas aussortiert.

Irgendwie hat diese Aufbruchstimmung aber auch etwas Gutes. Beim Auspacken meiner Wintersachen war es wie ein Wiedersehen mit lang vermissten Freunden! Das eine oder andere Teil hatte ich in den letzten Monaten ganz vergessen und mich richtig gefreut, als ich es wieder in den Händen hielt.

Toll war, dass mir beim Einsortieren viele neue Ideen zum Kombinieren der verschiedenen Teile gekommen sind. Voller Interesse habe ich in den letzten Wochen die Modemagazine nach den neuesten Trends durchgestöbert. Das scheint mich inspiriert zu haben.

Direkt heute Morgen habe ich die erste neue Kombi ausprobiert und fand mich richtig schick!

Im Nachhinein fand ich diese ganze Aktion eigentlich gar nicht so schlimm. Warum habe ich mich vorher nur so sehr dagegen gesträubt? Mein Schrank sieht wieder richtig schön ordentlich aus, ich habe den vollen Überblick und bin voller Vorfreude auf das Tragen ‚meiner vermissten Freunde‘.

Ich fühle mich auch erleichtert. Zum einen, weil ich diese ungeliebte Aktion endlich hinter mich gebracht habe, zum anderen aber wirklich im Sinne von ‚erleichtert‘. Auch wenn ich nicht viele Teile aussortiert habe, so fühle ich mich dennoch befreit; so als ob ich Ballast abgeworfen hätte!

Am allerwichtigsten ist für mich hierbei allerdings, dass ich ausreichend Energie aufgebracht und auch bis zum Ende durchgehalten habe. Selbstverständlich ist das für mich nicht.

Ich leide seit einigen Jahren unter schwerem Tinnitus und bin seit ziemlich genau drei Jahren aufgrund eines schweren Innenohrinfarktes linksseitig ertaubt. Ich habe inzwischen gelernt damit umzugehen, aber es ist für mich heute ungleich schwerer meinen Alltag zu bewältigen. Es kostet einfach alles mehr Kraft, da ich niemals mehr absolute Stille erfahre.

Die einseitige Ertaubung führt u.a. auch dazu, dass es mich enorm anstrengt, sobald ich von mehr als nur einem Geräusch umgeben bin. Daher ermüde ich viel schneller.

Vor diesem Hintergrund versteht Ihr bestimmt, dass ich heute ganz besonders froh bin, diese Hürde genommen zu haben. Das Ganze lag mir doch ziemlich auf der Brust und durchs Aufschieben wurde es auch nicht besser. Jetzt bin ich aber erleichtert und habe mal wieder meinen Seelenfrieden hergestellt.

Falls Ihr auch gerade vorhabt, Euren Kleiderschrank auszumisten und umzuräumen, kann ich Euch nur sagen: ‚Ran an den Feind‘. Es ist gar nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt und im Nachhinein fühlt man sich wirklich so richtig gut.

Natürlich habe ich mir vorgenommen, mich im nächsten Frühjahr bei der dann anstehenden Tauschaktion nicht mehr so anzustellen ….. . Ich bin gespannt!

Aber für heute gönne ich mir erst einmal eine kleine Belohnung – einen leckeren Latte Macchiato mit besonders viel Milchschaum und dazu ein paar Schokoladenkekse. Die habe ich mir doch jetzt wirklich verdient, oder?

 

Viel Spaß beim Umräumen wünscht Euch Eure

Hannah

Kleine Schritte zum Glücklichsein

Auf den Spuren des Glücks

Sonntag Morgen.

Draußen fallen die bunten Blätter, es ist ganz schön windig und der Himmel ist noch unentschlossen grau. So recht weiß er noch nicht, wohin die Wetter-Reise heute gehen soll.

Ich hoffe, er kriegt noch die Kurve und schickt uns ein paar Sonnenstrahlen. Schließlich ist doch Sonntag. Wir wollen nachher unbedingt raus und uns den Wind ein bisschen um die Nase wehen lassen. Morgen, wenn wir alle wieder arbeiten, kann er ja sein graues Kleid wieder anziehen – wenn es denn unbedingt sein muss.

Ich sitze gerade schön muckelig im Bademantel und mit meiner Kuscheldecke auf dem Sofa, Laptop auf dem Schoß und meinen Lieblingskaffeebecher neben mir.

Mein Liebster schlummert nebenan noch friedlich vor sich hin.

Da nutze ich jetzt ganz gemütlich meine ‚Ruhe vor dem Sturm‘ und will mich mal weiter mit meinem Thema ‚Glück‘ befassen.

Wenn ich es mir recht überlege, bin ich gerade in diesem Moment glücklich!

Kann das sein? Es ist doch alles ganz normal, nichts Besonderes. Ist Glück nicht mehr? Muss Glück nicht was Größeres sein?

Ich glaube, das Geheimnis liegt darin, das Glück in den kleinen Dingen und Momenten des Lebens zu entdecken. Es liegt oft so nah, nur gehen wir häufig einfach daran vorbei, nehmen es nicht wahr.

Was macht mich denn eigentlich gerade so glücklich? 

        Ich fühle mich hier in unserer Wohnung richtig wohl und zuhause  

        Es ist hier gerade so ruhig und friedlich 

        Ich habe, bevor der Tag so richtig losgeht, ein Stündchen Ruhe. Ganz für mich alleine

        Ich kann gerade das machen, was ich möchte. Nämlich mich mit meiner neuen Lieblingsbeschäftigung, meinem Blog, beschäftigen

       Mein Mann liegt noch friedlich schlafend im Bett. Ich freue mich auf ihn und unser gemeinsames Sonntag-Morgen-Frühstück 

        Ich bin umgeben von Dingen, an denen ich sehr hänge, wie z.B. meiner Kuscheldecke, die mir meine Mutter vor einigen Jahren geschenkt hat, meinem Kaffeebecher, den mir Caroline, meine Tochter, vom Flohmarkt in London mitgebracht hat. Und der alten Uhr meiner Großeltern, die so zuverlässig und beruhigend vor sich hin tickt. 

        Und last but not least, dass ich all dies und ganz besonders diese Ruhe trotz meines Tinnitus, unter dem ich nun schon seit mehreren Jahren leide, genießen kann. 

Ich glaube, ich könnte die Aufzählung noch eine ganze Weile fortsetzen.

Das werde ich jetzt öfter machen: mir einen Moment rauspicken, um mir ganz bewusst klarzumachen, dass und warum ich gerade jetzt glücklich bin.

Schlaue Psychologen haben herausgefunden, dass u.a. für das Empfinden von Glück Faktoren zuständig sind, wie z.B.

        Gute und befriedigende familiäre Beziehungen

        Freundschaften 

        Stabile und harmonische Partnerschaften 

        Die Fähigkeit zu Genießen 

        Dankbarkeit und Freude

Welch Glück! ….diese Punkte treffen auf mich alle zu. Ich war mir dessen nur nicht so ganz bewusst.

In diesem Sinne: Genießt Euren Tag und macht Euch auf die Suche nach Eurem (kleinen) Glück!

Viel Spaß und Erfolg dabei wünscht Euch  

Eure Hannah

 

 

‚Glück ist nur ein Wort. Es liegt in unseren Händen‘.

IMG_0918.JPG…Zitat von einem Bauern aus Bhutan.

Vor einigen Tagen bin ich abends durch Zufall im Fernsehen auf einen Bericht über die Menschen in Bhutan, einem kleinen Inselstaat im Himalaya, gestoßen. Im Mittelpunkt stand das Thema Glück. Die Sendung hatte mich total gefesselt und zum Nachdenken gebracht.

So recht hatte ich mir darüber, was Glück bedeutet noch nie Gedanken gemacht.

Ich habe mich daraufhin bewusst mit dem Thema ‚Glück‘ beschäftigt und möchte meine Erfahrung in einer kleinen Serie hier auf diesem Blog mit Euch teilen.

Heute widme ich mich dem Fernseh-Bericht über Bhutan.

Der kleine Himalaja-Staat ist das einzige Land auf der Welt, dem das Glück seiner Bewohner wichtiger ist, als der wirtschaftliche Erfolg. Als der König des Landes, auch Drachenkönig genannt, vor einigen Jahren nach dem Brutto-Inlandsprodukt gefragt wurde, antwortete er, dass ihn das nicht interessierte. Wichtig sei für ihn das ‚Brutto-InlandsGLÜCK‘!

In der Verfassung von Bhutan wurde sogar festgelegt, dass der Staat die Bedingungen zu schaffen hat, die das Brutto-Inlandsglück fördern.

Der ‚Drachenkönig‘ erklärte, dass er immer ganz genau abwäge, welche ausländischen Güter in sein Land importiert werden dürfen und welche nicht. Güter, die seine Bewohner reicher, aber nicht gleichzeitig glücklicher machten, würden nicht in Bhutan eingeführt.

Für mich, einer typischen Bewohnerin einer westlichen Industrienation, ist das eine unvorstellbare Aussage. Das klingt doch eher wie aus einem Märchen, oder aber wie aus dem Munde eines absolut weltfremden Menschen.

Der weitere Verlauf dieses Berichtes lehrte mich aber eines Besseren.

Die Menschen, die dort gezeigt wurden, strahlten eine solch ansteckende Gelassenheit, Ruhe und – ja – ein solches Glück aus!

Das Brutto-Inlandsprodukt in Bhutan liegt bei 50 US-Dollar pro Kopf. Das ist eines der niedrigsten weltweit. Wie konnte es sein, dass die Menschen dort dennoch viel zufriedener wirken, als wir in unserem westlichen Kulturkreis?

Mir wurde im Laufe der Sendung klar, dass die Menschen dort ihr Glück häufig in für uns ganz profanen Dingen finden. Sie streben zum Beispiel nicht nach Anhäufung materiellen Reichtums.

Ein Bauer sagte:

Wenn wir heute ein Haus voller Geld haben, wollen wir morgen zwei Häuser voller Geld und werden nicht glücklich‘.

Den Bhutanern ist es stattdessen viel wichtiger, im Kreise ihrer Lieben zu sein, gemeinsam zu kochen, lachen, singen und spielen.

Übrigens besteht in puncto Kochen absolute Gleichberechtigung. Wer gerade Zeit hat, übernimmt diese Aufgabe, egal, ob Mann oder Frau.

Ihren inneren Frieden erhalten sie aus ihrer Religion. Die meisten Menschen dort sind Buddhisten. Tägliche religiöse Rituale gehören zu ihrem Leben, genauso wie das Teilen. Für sie ist es selbstverständlich, alles was sie besitzen mit ihren Mitmenschen zu teilen.

Bei uns gibt es doch den lapidaren Spruch:

Haben kommt von behalten‘.

Für einen Bhutaner macht dieser Satz überhaupt keinen Sinn. Für ihn liegt das Glück nicht im Haben, sondern im Teilen; darin zu sehen, dass es seinen Mitmenschen nicht schlechter geht, als ihm selbst. Das bedeutet für ihn Glück.

In Bhutan gibt es mehr Mönche, als Soldaten. Ist das nicht schön? Das alleine sagt doch schon eine Menge über dieses Land aus, finde ich!

Die Menschen, die in diesem Fernsehbericht gezeigt wurden, waren alle arm. Sie mussten hart arbeiten. Die meisten Menschen, die auf dem Land leben, sind Selbstversorger, was heißt, dass sie sich so gut wie nie gehen lassen können. Von nichts kommt nichts. Ihr Leben ist von harter Arbeit geprägt. Dennoch lachten alle fröhlich und zufrieden in die Kamera. Lachten miteinander und wirkten so unbeschreiblich entspannt.

Warum gelingt dies uns Menschen z.B. hier in Deutschland so wenig?

Mal ehrlich – wie viele Menschen kennt Ihr, die es nie eilig haben, immer entspannt und positiv sind? Wie viele Menschen kennt Ihr, denen irdische Güter, Luxusartikel und so weiter egal sind?

Wie viele Kinder kennt Ihr, die nie Langeweile empfinden, obwohl sie weder über Fernsehen, Smartphones oder PCs verfügen?

Kann es sein, dass wir durch unser Umfeld, durch unsere Gewohnheiten und Besitztümer zu sehr abgelenkt sind, um in uns zu horchen und zu fühlen, was uns wirklich glücklich macht?

Fest steht, dass Glück nicht für alle gleich ist. Jeder von uns definiert Glück anders.

Weißt Du, was Dich glücklich macht?

Was ist Glück? – Diese Frage werde ich in meinem nächsten Beitrag mal etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Vielleicht mögt Ihr die Zeit bis dahin nutzen, um herauszufinden, was Glück für Euch bedeutet.

Ein glückliches Händchen bei der Recherche wünscht Euch

Eure Hannah